Welcher Schnuller für das Baby? Der grosse Nuggi-Ratgeber

Er tröstet, beruhigt, lindert Schmerzen und verhilft in den Schlaf: der Schnuller. Doch – falsch gewählt – kann des Babys liebster Tröster Probleme beim Stillen verursachen, in Sprachproblemen sowie Zahn- und Kieferfehlstellungen münden. Wichtig ist es deshalb für Eltern, den richtigen Nuggi für den Säugling zu wählen. Doch welcher Schnuller ist denn der richtige? Das riesige Angebot an unterschiedlichen Formen, Grössen und Materialien kann Sie als Eltern schnell überfordern. Deswegen helfen wir Ihnen mit unserer Nuggi-Beratung und erläutern Ihnen, wann der Schnuller für das Baby hilfreich ist, worauf Sie bei seinem Einsatz achten sollten und welcher Nuggisich für Babys Mund gut eignet.

Nuggi-Beratung: Schnuller geben? Und wenn ja, wann und wie lange?

Babys wollen saugen! Der Saugreflex ist ihnen angeboren. Aus eben diesem Grund heissen Babys eben Säuglinge. Schon während der Schwangerschaft sind viele von ihnen dabei zu sehen, wie sie im Mutterleib am Daumen nuckeln. Nach der Geburt befriedigen sie ihr Saugbedürfnis am liebsten an Mamas Brust. Doch die ist nicht immer verfügbar und nicht jede Mutter kann oder möchte stillen. Hier hilft ein Schnuller weiter, der obendrein jederzeit schnell zur Hand ist. Gerade wenn er an einer Schnullerkette hängt.

Dem Baby den Schnuller geben: ja oder nein?

Der Saugreflex dient Babys nicht nur zur Nahrungsaufnahme, er beruhigt obendrein. Beim Saugen – ob an Mamas Brust, am Daumen oder Nuggi – schüttet das Baby Hormone aus, die beruhigend wirken. Auf diese Weise tröstet ein Sauger die Kinder und entlastet die Eltern.

Wird der Nuggi jedoch zum Dauerbegleiter, begünstigt er Kiefer- und Zahnfehlstellungen. Ausserdem fällt es vielen Kindern schwer, ihn später wieder abzugeben. Aus diesem Grund ist es umso wichtiger, dass er – und dabei ist es egal, welcher Schnuller – nicht zum Dauertröster wird.

Wenn Sie sich als Eltern entschieden haben, Ihrem Baby einen Nuggi zu geben, setzen Sie ihn mit Bedacht ein. Kocht das Wasser gerade über oder klingelt es an der Tür, während das Baby schreit, darf es der Nuggi ruhig trösten. Auch wenn es dem Kleinen gerade nicht gefällt, dass sie ihm eine neue Windel anlegen und ihn mit Feuchttüchern säubern, wirkt der Nuggi als Tröster. Von Vorteil ist es, wenn Sie sich gleich einen neben der Wickelunterlage bereitlegen.

Das beruhigende Gefühl, an Mamas Brust zu sein, das der Nuggi vermittelt, hilft vielen Säuglingen ebenso beim Einschlafen. Dauerhaft und jederzeit zum Trösten sollten Eltern den Nuggi aber keinesfalls verwenden! Gelegentlich – ist er eine gute Lösung.

Schnuller oder Daumen – was ist besser?

Verwehren Eltern ihrem Baby den Nuggi, nehmen viele Kinder einfach den Daumen als Ersatz. Doch im Gegensatz zum Daumen sind gute Schnuller wenigstens kiefergerecht geformt. Der Daumen drückt dagegen stärker gegen die Zähne und begünstigt Fehlstellungen. Und den Schnuller lassen sich Kinder noch schlechter abgewöhnen als einen Sauger, schliesslich ist der Daumen immer vorhanden.

Welcher Schnuller soll es denn nun sein?

Beim Schnuller haben Eltern die Wahl. Richtig oder falsch lässt sich dabei schlecht beurteilen, denn jedes Baby ist anders und hat unterschiedliche Vorlieben. Deshalb erläutert unsere Nuggi-Beratung die Unterschiede. Auf dieser Grundlage können Sie selbst entscheiden, welcher Schnuller der beste für Ihren Liebling ist.

Welcher Schnuller? Die Grösse

Den Nuggi gibt es in verschiedenen Grössen. Hier beantwortet das Alter des Kindes die Frage, welcher Nuggi verwendet wird. So sollte er in seiner Grösse auf den Mund des Kindes abgestimmt sein. Schnuller erhalten Sie sowohl für Neugeborene, dann mit extra kleiner Schnullerscheibe, als auch für ältere Kinder. Genormt sind Schnuller allerdings nicht, sodass sich auch zwischen verschiedenen Herstellern Unterschiede ergeben.

Grösse der Schnuller:

Schnullergrösse Alter des Kindes
Grösse 1 0 – 6 Monate
Grösse 2 6 – 18 Monate
Grösse 3 Ab 18 Monate

Welcher Schnuller? Die Form

Schnuller ist nicht gleich Schnuller. Am eindrucksvollsten verdeutlicht dies die Form, die grosse Unterschiede aufweist.

In unserer Nuggi-Beratung unterteilen wir den Schnuller in drei Formen:

Symmetrische Schnuller: der klassische Nuggi
Dieser Schnuller sieht an Ober- und Unterseite genau gleich aus, sodass er immer richtig herum in Babys Mund steckt. Das ist vor allem dann von Vorteil, wenn das Baby seinen Schnuller selbst halten kann. Dabei ist der Nuggi in dieser Form leicht gewölbt. Selbst die Schnullerplatte dieser Sauger ist meist symmetrisch geformt. Während des Nuckelns wird das untere Saugerteil nach innen gezogen. Bei diesen Saugern handelt es sich um die klassische Variante.

Anatomische Schnuller: der kieferfreundliche Nuggi
Bei anatomischen Saugern ist der Nippel leicht gebogen und folgt auf diese Weise Babys Gaumen besonders gut. Auch das Schnullerschild orientiert sich in seiner Form an der Anatomie des Kindermundes. Ein Sicherheitsring sorgt dafür, dass der Nuggi schnell aus dem Mund herausgenommen werden kann. Diese Formen gelten als kieferfreundliche Schnuller.

Runde Schnuller: der natürliche Nuggi
Runde Schnuller sind in ihrer Form der Brustwarze nachempfunden. Deshalb werden sie als die natürlichste Form unter den Saugern verstanden. Auch bei der Kirschform ist es egal, wie sich das Baby den Nuggi in den Mund steckt. Kieferorthopäden kritisieren an diesem Schnuller allerdings den grossen Schafft, der sich ungünstig auf die Stellung der Zähne auswirken soll.

Welcher Schnuller? Das Material

Bei der Entscheidung, welcher Schnuller, können Sie beim Thema Material zwischen Silikon und Latex wählen. Beide Materialien haben dabei jeweils Vor- und Nachteile. In unserer Nuggi-Beratung stellen wir Silikon und Latex einander gegenüber.

Bei Latex handelt es sich um ein Naturmaterial. Ein solcher Nuggi besteht aus Kautschuk und ist an seinem braun-beigen Mundstück zu erkennen. Latex-Schnuller fühlen sich angenehm weich an. Allerdings wird der Nuggi aus Latex wegen seiner Materialzusammensetzung schnell unansehnlich. Obendrein besteht bei Latex ein Allergierisiko. Manche Babys reagieren auf die in Latex enthaltenen Eiweisse allergisch.

Hier ist ein Nuggi aus Silikon optimal. Das synthetische Material eignet sich auch für Allergiker gut. Ausserdem behalten Silikon-Schnuller länger ihre Form. Allerdings besteht bei Silikon die Gefahr, dass das Baby den Nuggi zerbeisst. Noch besser ist es da, wenn Sie gleich einen Ersatz zur Hand haben.

Achten Sie des Weiteren darauf, dass der Schnuller BPA-frei ist. Dieser Fakt ist wichtiger als die Frage, hinsichtlich welcher Grösse, Form und Materialeigenschaften welcher Schnuller der beste ist. Schliesslich gehören Schadstoffe auf keinen Fall in Babys Mund!

Fazit: welcher Schnuller

Welcher Nuggi im Endeffekt am besten geeignet ist, entscheidet letztendlich Ihr Baby. Das wird es Ihnen auch dementsprechend deutlich signalisieren: Missfällt ihm der Nuggi, wird es ihn ausspucken. Hier lohnt es sich, verschiedene Modelle, auch unterschiedlicher Hersteller, durchzuprobieren.

Unabhängig davon, welcher Schnuller nun Babys und Ihr Favorit ist, sollten Sie ihn spätestens aller zwei Monate austauschen.

FAQ: Welcher Schnuller (Nuggi) ist der richtige? – Der grosse Nuggi-Ratgeber

Ab wann einen Schnuller verwenden?

Viele Hebammen und Ärzte empfehlen, Babys erst dann den Nuggi zu geben, wenn sich das Stillen eingependelt hat. Dann kommen die Kleinen mit dem Wechsel zwischen Mamas Brust und Nuggi besser klar. Langes Nuckeln am Schnuller erschöpft manche Neugeborene auch derart, dass ihnen anschliessend die Kraft zum Trinken fehlt. Und Sie als Mutter lernen besser, zu unterscheiden, ob das Baby trinken oder einfach nur nuckeln möchte. Ist Ihr kleiner Liebling dann einen Monat alt, kann er oder sie zum Nuckeln dann ruhig einen Schnuller verwenden.

Wie lange den Nuggi verwenden?

Nutzen die Kinder den Nuckel zu lange, leiden die Zähne darunter. Auch auf die Sprachentwicklung kann er sich negativ auswirken. Mit etwa zwei Jahren nimmt das Saubedürfnisse der Kleinen allmählich ab – ein guter Zeitpunkt, um Abschied vom Nuggi zu nehmen.

Wie Schnuller reinigen

Landet der Nuggi auf dem Boden, reicht es, ihn einmal kurz unter fliessendem Wasser abzuspülen. Ist er richtig schmutzig, kochen Sie ihn fünf Minuten ab und desinfizieren Sie ihn so. Obendrein sollten Eltern den Nuggi regelmässig auf potenzielle Schäden kontrollieren. Ist er rissig, brüchig, rau oder klebrig, gehört er aussortiert und ersetzt.

Wie kann ich den Schnuller abgewöhnen – ein paar Tipps zum Schluss

Im Idealfall gewöhnt sich Ihr Kind den Schnuller irgendwann selbst ab. Ist das bis zum 3. Lebensjahr noch nicht passiert, sollten sie spätestens dann einen gemeinsamen Weg finden. Den Fehlbildungen im Kiefer- und Zahnbereich sowie Störungen der Sprachentwicklung sind häufig auf ein zu langes Nuckeln zurückzuführen.

  • » Sprechen Sie mit Ihrem Kind darüber, dass es den Schnuller nicht mehr braucht.
  • » Finden Sie ein gemeinsames Ritual, um den Schnuller abzugeben (Schnullerbaum, Schnullerfee, etc.).
  • » Seien Sie verständnisvoll beim Abgewöhnen und rechnen Sie mit kleinen Rückfällen.

Welche Schnullergrösse ist für mein Baby geeignet?

Die meisten Hersteller bieten ihre Schnuller in drei verschiedenen Grössen an. Diese richten sich nach dem Alter des Kindes. Üblich sind:

» 0 bis 6 Monate
» 6 bis 18 Monate
» ab 18 Monate

Wählen Sie die Grösse des Schnullers immer dem Alter entsprechend, um Schäden am Kiefer zu vermeiden und Zahnfehlstellungen vorzubeugen.

Schnuller oder Daumen – was ist besser?

Wenn Babys keinen Nuggi bekommen, weichen manche auf den Daumen aus. Ein gut geformter Schnuller ist meist kieferfreundlicher als der Daumen – und „verschwindet“ zudem irgendwann wieder, während der Daumen immer verfügbar ist.

Welche Schnullergrösse braucht mein Baby?

Als Faustregel (je nach Hersteller leicht unterschiedlich):

- Grösse 1: 0–6 Monate
- Grösse 2: 6–18 Monate
- Grösse 3: ab 18 Monate

Tipp: Nicht nur nach Alter gehen – wenn der Sauger zu gross wirkt, stark am Mundwinkel drückt oder oft rausfällt, lieber eine andere Grösse testen.

Woran erkenne ich, dass der Schnuller nicht passt?

Typische Hinweise:

- Baby spuckt ihn sofort wieder aus oder wirkt unzufrieden beim Saugen
- Druckstellen am Mund, roter Rand um die Lippen
- häufiges „Klicken“/Abrutschen beim Saugen
- Baby wirkt unruhig oder „kämpft“ gegen den Sauger

Dann ruhig andere Form/Grösse/Material ausprobieren.

Welche Schnullerform ist die beste?

Es gibt keine „eine“ richtige Form – Babys haben Vorlieben. Häufige Formen:

- Symmetrisch (klassisch): kann „egal wie rum“ in den Mund
- Anatomisch/kieferfreundlich: folgt dem Gaumen oft besser
- Rund/Kirschform: an der Brustwarze orientiert, aber teils kritischer bewertet wegen möglichem Einfluss auf Zahnstellung

Praxis-Tipp: 2–3 Formen testen, dann bei dem Modell bleiben, das dein Baby am besten akzeptiert.

Schnullerkette: sinnvoll oder riskant?

Unterwegs praktisch, aber bitte sicher:

- kurz halten, nur geprüfte Produkte nutzen
- niemals zum Schlafen im Bett lassen
- regelmässig auf festen Sitz und Defekte prüfen

Hat der Schnuller Einfluss auf Zähne, Kiefer und Sprache?

Dauer-Nuckeln kann Fehlstellungen begünstigen und die Sprachentwicklung beeinflussen, weil weniger „freie Mundzeit“ zum Brabbeln bleibt. Strategie: Schnuller als „Tool“ nutzen (Einschlafen, kurze Trostphasen) statt als Dauerbegleiter.